Eleonore Dießner

Eleonore Dießner

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Eleonore Dießner

Eleonore Dießner ist die erste Frau, die in einem ingenieurwissenschaftlichen Fach an der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt promoviert. Während ihrer langen Berufslaufbahn leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Werkstoffforschung in der DDR. Heute motiviert der Eleonore-Dießner-Preis junge Wissenschaftlerinnen an der TU Chemnitz zu Spitzenleistungen.

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Erste Promovendin und engagierte Ingenieurin

Eleonore Dießner

Eleonore Dießner wird 1934 in Georgswalde im heutigen Tschechien als Tochter eines Schlossermeisters geboren. Im August 1946 wird Familie Dießner aus ihrer Heimat ausgewiesen.

Eleonore Dießner an ihrem 79. Geburtstag, 2013
Eleonore Dießner an ihrem 79. Geburtstag, 2013

In Ebersbach bei Löbau findet die Familie ein neues Zuhause. Nach ihrem Abitur im Jahr 1953 schreibt Eleonore Dießner sich als eine der ersten Frauen an der neugegründeten Hochschule für Maschinenbau Karl-Marx-Stadt, der heutigen TU Chemnitz, in der Fachrichtung Technologie des Ma- schinenbaus zum Studium ein, macht 1959 ihren Abschluss als Diplomingenieurin.
Als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Tech- nischen Hochschule Karl-Marx-Stadt widmet sich Eleonore Dießner insbesondere der Stahlbearbeitung. Nebebei absolviert sie ein Fernstudium „Japanisch für Naturwissenschaftler und Techniker“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1969 promoviert sie –

als erste deutsche Promovendin in einem technischen Fach und als dritte Frau an der TH Karl-Marx-Stadt. Als erfolgreiche Wissenschaftlerin arbeitet sie danach an verschiedenen Forschungsinstituten der Akademie der Wissenschaften der DDR. An der TU Chemnitz promoviert im Jahr 1969 Eleonore Dießner als erste deutsche Frau in einem technischen Fach.
1990 wird Eleonore Dießner Mitglied des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). Sie ist aktiv beteiligt an der Neugründung und am Wiederaufbau des VDI in Sachsen. Seit 2013 wird an der TU Chemnitz jährlich der Eleonore-Dießner-Preis vergeben. Mit dem Preis ehrt die Gleichstellungskommission der TU Chemnitz hervorragende Masterarbeiten oder Diplomarbeiten von Absolventinnen der fünf MINT-Fakultäten der TU Chemnitz.

Fotonachweis: Universitätsarchiv Chemnitz (1, 2, 4); Technische Universität Chemnitz, Mario Steinebach (3)

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