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Die Kunst ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Männerdomäne. Als eine der ersten Frauen wird Irene Rabinowicz 1919 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Dresden aufgenommen. Von den Nationalsozialisten wegen ihrer jüdischen Wurzeln verfolgt, ist sie nach 1945 eine der vielbeachtetsten Künstlerinnen der DDR.
Als erste weibliche Lehrkraft an der Ingenieurschule Mittweida hat Ingrid von Reyher mit männlichen Vorurteilen zu kämpfen. Durch Fachwissen und Beharrlichkeit wird […]
Fast hätten ihre Eltern ihr eine einzigartige Karriere verbaut. Nur durch Hartnäckigkeit erreicht Ethel Smyth, dass sie doch noch am Königlichen Konservatorium der Musik im fernen Leipzig studieren darf. Das Ausnahmetalent widmet sich später dem Schreiben und der Politik. Auf Seite der Suffragetten kämpft sie in England für Frauenrechte.
Die sächsischen Universitäten und Hochschulen zählen zu den traditionsreichsten Deutschlands – eine Geschichte, die ohne weibliche Beteiligung nicht vorstellbar ist. Nicht morgen, nicht heute, auch nicht gestern. Seit knapp 150 Jahren drängen Frauen auf der Suche nach Bildung an die vier Universitäten und zahlreichen Hochschulen Sachsens – auch schon bevor es Frauen offiziell gestattet war zu studieren. Die formale Gleich- berechtigung bedeutete jedoch noch lange keine tatsächliche Gleichstellung im Universitätsalltag. Frauen mussten sich ihren Platz in Studium, Forschung und Lehre erst noch hart erarbeiten – allen Zweifeln, Vorurteilen und Widerständen zum Trotz.